G – Unteres Werft

Die Umgestaltung des Unteren Werfts ist neben dem Umbau der Herberzhäuser das Leuchtturmprojekt aus dem Integrierten Handlungskonzept für Uerdingen.

Der Bereich Unteres Werft ist in einem unansehnlichen Zustand – alte Gleisanlagen und ein Flickenteppich unterschiedlicher Belagmaterialien. Die Fläche ist zwar zugänglich, befindet sich aber im Besitz der Hafen GmbH und ist kein öffentlicher Weg. Temporäre Bespielungen durch das Hafenfest, das Steigerfest oder auch die jährliche Rhineside zeigen aber das Potential dieser Fläche für Uerdingen und auch den Wunsch der Uerdinger, diese Fläche stärker zu nutzen.

Die Kernidee aus dem Integrierten Handlungskonzept ist die Umgestaltung zu einem durchgängigen Fahrradweg von der Uerdinger Rheinbrücke (B 288) bis zur Hohenbudberger Straße. Zusätzlich soll der mittlere Teil am Fuße der Rheindeichböschung – das Untere Werft – als attraktive Aufenthaltsfläche gestaltet werden.

Durch eine gezielte Aufwertung des Rheinuferbereichs sollen die Anbindung an die historische Altstadt Uerdingens verbessert, der Zugang zum Rhein ermöglicht und das nahtouristische Potenzial ausgebaut werden. Der parallel zum Rhein verlaufende Fahrradweg verbindet die südlich verlaufende Krefelder Promenade mit überregionalen Fahrradrouten und Fernradwegen wie bspw. dem Radschnellweg Ruhr (RS 1) in das Ruhrgebiet.

Nächste Schritte

Aufgrund der Größe des Projektes und der besonderen Bedeutung für Uerdingen ist die Durchführung eines EU-weiten Gestaltungswettbewerbes geplant. Dabei sind folgende Aspekte zu beachten und Fragen zu beantworten:

  • Gestaltung der vorhandenen Zugänge südlich des Pumpwerkes, vor dem Biergarten Rhine-Side, am Rheintor, vor dem Restaurant Lumi und am Ruderclub als Eingangstore
  • Der mittlere Teil muss sowohl für den tagtäglichen Freizeitnutzer attraktiv gestaltet als auch für temporäre Veranstaltungen und Feste nutzbar sein (hierzu gehört auch die technische Infrastruktur mit Wasser- und Stromzufuhr).  
  • Erhalt des Krans (Höhe Zollamt) als Landmarke und Identifikationspunkt für die jahrzehntelange Nutzung
  • Gewährleistung des Hochwasserschutzes (Verkehrssicherung für Fußgänger/ Absturzsicherungen)
  • Wie kann der Steiger zukünftig besser angebunden und erreicht werden?
  • Wie ist die Anbindung an das Wohnbauprojekt RheinBlick zu treffen, für das derzeit ein Bebauungsplan erarbeitet wird?

   

Aktuell bereitet die Stadt die Ausschreibung für eine Wettbewerbsbetreuung vor, mit der das genau Verfahren, die Beteiligungsformate, u.a. auch für die Bürgerschaft, und die Zusammensetzung der Jury festgelegt werden, der Auslobungstext formuliert wird und die Abstimmung mit der Architektenkammer NRW erfolgt. Nach einem politischen Beschluss im Frühjahr 2021 kann dann der EU-Wettbewerb starten, der ca. 6 Monate dauert.

Die Stadt hat die rechtliche Vereinbarung mit dem Eigentümer, der Hafen GmbH, über die Nutzung der Fläche durch einen entsprechenden Gestattungsvertrag bereits schriftlich getroffen.