G – Platz „Am Röttgen“

Die Straße „Am Röttgen“ stellt einen der zentralen Eingangsbereiche in das Uerdingen Stadtteilzentrum und die historische Altstadt dar und übernimmt damit eine wichtige „Willkommensfunktion“ für Besucherinnen und Besucher. Der Platz am Röttgen dient als großer Parkplatz für den anliegenden Nahversorger EDEKA und ist zentraler Umsteigepunkt des ÖPNV. Diese Verkehrsfunktionen stehen im Vordergrund, daher bietet der Platz keine Aufenthalts- und Gestaltqualitäten. Außerdem wird der Platz „Am Röttgen“ zweimal wöchentlich teilweise als Marktplatz genutzt.

Der historische Stadtkern, die Lage am Rhein, die gute verkehrliche Anbindung und die Lage mit der Nähe zu Düsseldorf und dem Ruhrgebiet bieten gute Voraussetzungen zur Entwicklung Uerdingens als attraktiver Wohnstandort. So entstand die Idee, die bisher als Parkplatz genutzte Fläche Am Röttgen durch kombinierte Errichtung einer Parkpalette mit darüber liegender Wohnnutzung zu bebauen, um somit das Parkplatz- und Wohnungsangebot auszuweiten sowie die Entree-Situation in die Altstadt Uerdingens städtebaulich besser zu fassen. Im Rahmen einer Bürgerwerkstatt Ende September 2021 wurden erste Varianten zur Teil- oder Vollbebauung vorgestellt und diskutiert. Da die aktuelle Nutzung als Parkplatz städtebaulichen und klimarelevanten Qualitätsansprüchen nicht gerecht wird, soll ein alternatives Nutzungskonzept erarbeitet werden.

Planungsfortschritt

  • Bürgerwerkstatt am 29.09.2021: Definition der Rahmenbedingungen für den Planungswettbewerb
  • Auslobung und Durchführung des Planungswettbewerbs Herbst/Winter 2023: Teilbebauung des Platzes, familien- und altersgerechte ergänzende Nutzungen im Wohnumfeld, Einbeziehung der Haltestellen, mehr Raum für Fußgänger, Verbindung zur Altstadt
  • Tagung Preisgericht Februar 2024 und Prämierung der Wettbewerbsbeiträge
  • Vorstellung des Siegerentwurfes im Ausschuss für Stadtplanung und Stadtsanierung und in der Bezirksvertretung Uerdingen am 21.03.2024

 

Ergebnisse des Planungswettbewerbs:

1. Preis: Büro „mharchitekten“ aus Stuttgart
2. Preis: Architekten BKSP Grabau Obermann Ronczka und Partner aus Hannover,
3. Preis: Wienstroer Architekten Stadtplaner aus Neuss 

Wesentliche Planungsinhalte:

  • Schaffung von Freiflächen und Orten für Begegnung
  • Durchlässige Bebauung, Wege zur Wehrstraße und zum Platz
  • Bebauung auf der westlichen Seite umrahmen einen gemeinschaftlichen Gartenhof zum Treffen, Spielen und Erholen
  • Einsatz von Laubengängen, die die Gebäude untereinander verbinden und somit die Gemeinschaft fördern
  • Ein Teil des Platzes ist geschützt, zur anderen Seite hin öffnet sich die Fläche mit Raum für unterschiedliche Nutzungen (z. B. Wochenmarkt)
  • Beginn der Wegeverbindung in den Ortskern sowie zu den Straßenbahn- und Bushaltestellen
  • Erhalt des Kiosks als beliebter Treffpunkt
  • Erhalt umliegender Platanen sowie Pflanzung neuer Bäume
  • Begrünung der Dachflächen und Nutzung von Dachflächen als Dachgarten

 

Weitere Schritte:

  • Der Wettbewerbssieger mharchitekten ist mit der Konkretisierung der Entwurfsplanung im Frühjahr 2025 beauftragt worden.