E – Quartierszentrum in den Herberzhäusern

Die unter Denkmalschutz stehenden Herberzhäuser von 1832 wurden als Wohnhäuser für die Brüder Herberz erbaut. Die Häuser 1 und 5 sind im Eigentum der Stadt Krefeld und stehen aktuell leer. Während in Haus 1 die Bezirksverwaltungsstelle Krefeld Uerdingen und das Trauzimmer bis Ende 2021. untergebracht waren, stand das dreigeschossige Haus 5 nach der Schließung der Bücherei im Mai 2013 bis zur Zwischennutzung durch das Quartiersmanagement von Juni 2019 bis April 2024 und der Vertrauensbibliothek (August 2019 bis April 2024) komplett leer. In 2010 gründete sich der bürgergetragene Arbeitskreis „Erhalt der Bücherei Uerdingen“, der sich bis heute für die Wiederbelebung der Stadtteilbücherei als Quartierszentrum engagiert.
Haus Nr. 3 ist in Privatbesitz, im Erdgeschoss befindet sich eine Apotheke mit Wohnnutzung in den oberen Geschossen. Die an dem historischen Marktplatz gelegenen Herberzhäuser sind ein wichtiger Identifikationspunkt für den Stadtteil. Im Jahr 2021 ist bereits die Fassadensanierung durchgeführt worden.

Projektfortschritt:
Im Vorfeld der konkreten Planung wurde ein Nutzungskonzept entwickelt, das die zukünftigen Nutzungen und deren Raumaufteilung in den beiden Gebäuden festlegt:

Haus Am Marktplatz Nr. 1:
Beibehaltung der Nutzung als Verwaltungsstandort „Bürgerbüro Uerdingen“, Erweiterung der Nutzung des Trauzimmers im 1. Obergeschoss als repräsentativer Stadtraum für kulturelle Veranstaltungen (Brauchtum, Konzerte, Lesungen), Nutzungswiederaufnahme des 2. Obergeschosses mit Sitzungssaal als Bürgersaal.

Haus Am Marktplatz Nr. 5:
Umbau zu einem Quartierzentrum als sogenannter „Dritter Ort“ – jenseits der Orte Zuhause und Arbeitsplatz soll für eine demokratische Öffentlichkeit eine weitere Möglichkeit entstehen, an der sich möglichst viele Teile der Gesellschaft ungezwungen und ohne Vorgaben austauschen können. Hier sind eine Stadtteilbibliothek der Mediothek sowie Kursräume für Angebote der VHS und der Musikschule vorgesehen.

  • Die Bücherei inkl. Lesecafé wird im Erdgeschoss einziehen, die Nutzfläche wird durch einen Flügelanbau im Hof entlang der Grundstücksgrenze im Norden ergänzt
  • Das 1. und 2. Obergeschoss werden die VHS und die Musikschule für Kurse und Veranstaltungen nutzen.
  • Der geschützte Hof wird als Aufenthaltsfläche genutzt werden.

Wesentliche Planungsinhalte:

  • Die barrierefreie Erschließung beider Gebäude erfolgt im rückwärtigen Bereich; dafür erfolgt der Anbau von Außenaufzügen.
  • Zum Marktplatz wird es eine kombinierte Treppen-/Rampenanlage zur Erschließung geben.

Weitere Schritte:

  • Innenausbau bis September 2025: Maler- und Tapezierarbeiten, Beseitigung Hausschwamm – die Treppensanierung wurde bereits im Frühjahr 2025 abgeschlossen.
  • Ab September 2025 erfolgen Abbrucharbeiten der Anbauten im Hof.
  • Ab Januar 2026 schließen sich Rohbauarbeiten, Anbauten Hof, Aufzug usw. an.
  • Ab Mitte 2026 beginnen die Arbeiten am Dach sowie den Fenstern und der Fassade zur Hofseite.

Gefördert durch: